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In Zeiten der Corona-Krise

Umgang mit Sterben, Tod und Trauer

In der gegenwärtigen Situation der Corona-Krise haben sich die Bedingungen, unter denen Menschen Sterben, Tod und Trauer erleben, stark verändert. Dadurch stellt sich die Frage, wie man diese einschneidenden Stationen des Lebens, des Abschieds und der Trauer dennoch so erfahren kann, dass daraus bei allem Schmerz Trost erwächst. Die Erfahrungen zeigen, dass eine gute Begleitung sowie die eigene Beteiligung an den Formen und Ritualen im Abschiedsprozess normalerweise viel dazu beitragen können. Allerdings führen die derzeitigen Schutzmaßnahmen und Auflagen diesbezüglich zu starken Einschränkungen.

Weil das Abschiednehmen und das Ausdrücken von persönlicher und gemeinschaftlicher Trauer für viele Menschen und auch für den gesamten Trauerprozess jedoch von großer Bedeutung ist, sind gute Ideen und Anregungen gefragt, wie Abschied und Trauer auch unter den gegenwärtigen Bedingungen genügend Raum bekommen können. In den letzten Wochen haben Betroffene und Begleiterinnen bzw. Begleiter bereits viele hilfreiche Überlegungen und Gestaltungsmöglichkeiten dazu entwickelt. Auf den folgenden Seiten ist einiges davon zusammengestellt. Was Sie hier finden, ist als „pool“ zum eigenen Auswählen und als Anregung zum individuellen Weiterdenken gedacht.

So unterschiedlich wir Menschen sind, so verschieden wird auch das sein, was jeweils passt oder in Frage kommt. Deshalb ist die Sammlung bewusst breit angelegt. Der Grundgedanke, der dahinter steht, ist die Erfahrung aus der Trauerbegleitung und aus der Seelsorge, dass Formen und Rituale von Abschiednehmen und Trauer besonders dann als tröstlich erfahren werden, wenn man sich als Betroffene(r) damit identifizieren kann und wenn man innerlich und soweit man das möchte auch äußerlich daran beteiligt ist. Vieles von dem, was normalerweise üblich und möglich ist, geht unter den derzeitigen Einschränkungen nicht bzw. nur sehr bedingt. Daher ist Kreativität gefragt, um Formen zu finden, die ein Mitvollziehen von Abschied ermöglichen und der individuellen und gemeinsamen Trauer Raum und Ausdruck geben.

Auf dieser Seite finden Sie Anregungen und Hinweise zu folgenden Themen:

Für die Zeit des Sterbens und nach Eintritt des Todes
        Krankheit und Sterben
        Abschiednehmen vom Verstorbenen am Totenbett
Für die Zeit zwischen Tod und Bestattung insgesamt
        Gespräche mit Seelsorgern und Bestattern
        Stationen der Verabschiedung
        Unterstützung für Trauernde
        Wie Trauernde ihre Trauer und Anteilnahme ausdrücken und gestalten können
        Wie Trauernde sich an die Begräbnisfeier anschließen können, ohne persönlich anwesend zu sein
        Hinweise für die Gestaltung der Begräbnisfeier im kleinen Kreis
Für die Zeit der Trauer nach der Bestattung
Für die Zeit nach der akuten Corona-Krise


Zusammengestellt unter Verwendung von Anregungen von Haupt- und Ehrenamtlichen, die Sterbende und Trauernde begleiten, sowie von Gedanken und Anregungen aus dem „AK Tod und Trauer im Bistum Trier“.

Wir bedanken uns bei Frau Dr. Ruthmarijke Smeding, die durch Ihre Überlegungen zum Umgang mit Tod und Trauer in Zeiten der Coronakrise den Anstoß zur Erstellung dieser Praxishilfen gab.

Menschen haben schon immer Rituale und gestaltete Formen für Abschied und Trauer entwickelt. Sie sind wichtig für den Trauerprozess, weil sie der Trauer, der Erinnerung und der Hoffnung auf eine ganzheitliche Weise Ausdruck geben. Und sie können die Erfahrung vermitteln, dass man auch in einer schwierigen Situation noch handlungsfähig ist und mitgestalten kann.