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Umgang mit Sterben, Tod und Trauer in Zeiten der Corona-Krise

Für die Zeit zwischen Tod und Bestattung insgesamt (4)

Wie Trauernde ihre Trauer und Anteilnahme ausdrücken und gestalten können


Es gibt viele Möglichkeiten, etwas zu tun und zu gestalten, damit man nicht das Gefühl hat, vom Abschiednehmen ausgeschlossen zu sein.
 

18.    Vielleicht gibt es Menschen aus dem Kreis der Angehörigen, Freunde oder Bekannten, die zur Mitgestaltung eines Erinnerungsbuches in realer oder digitaler Form einladen möchten und dazu entsprechende Vorbereitungen treffen.

19.    Im Internet gibt es die Möglichkeit, virtuelle Gedenkseiten – auch dauerhaft – anzulegen, zum Beispiel über: https://saarbruecker-zeitung.trauer.de/Gedenkhalle (siehe auch ähnliche Angebote über andere Zeitungen); www.gedenkseiten.de.

20.    Eine Idee auf der Homepage des Bistums Mainz: In Kirchen liegen vorgedruckte Karten aus, auf denen man seine Anteilnahme zum Ausdruck bringen kann. Diese werden den Angehörigen dann durch das Pfarramt zugesandt.

21.    Für ein Totengebet, das nicht gemeinsam stattfinden kann, könnte man eine Vorlage weitergeben, die dann zu einem vereinbarten Zeitpunkt zeitgleich gebetet wird. Eine solche Vorlage kann man entweder selbst erstellen oder erbitten, zum Beispiel vom Seelsorger bzw. von der Seelsorgerin, der Küsterin oder dem Küster oder einer ehrenamtlich tätigen Person, die in der Pfarrei Totengebete gestaltet.


Viele Ideen zum Abschiednehmen, die auch sonst angeregt werden, können zurzeit besonders hilfreich sein. Wenn man etwas gestaltet, das dann durch andere Personen in die Rituale des Abschiednehmens mit eingebracht wird, kann man sich „innerlich anschließen“ und auf diese Weise das Gefühl des Verbundenseins stärken.

22.    Beispiele für Möglichkeiten der eigenen Beteiligung: einen Brief an die verstorbene Person schreiben und ggf. mit in den Sarg bzw. in das Grab legen lassen; Bilder malen oder Fotos auswählen, die der Bestatter oder die Bestatterin mit in den Sarg gibt; auf einen kleinen Zettel eine Botschaft an den Verstorbenen schreiben und die Angehörigen bitten, diesen mit ins Grab zu geben.

23.    Vielleicht wäre auch dies hilfreich: Bilder von Angehörigen bzw. Freunden, Bekannten, Kollegen etc. ausdrucken, zu einer Collage zusammenzustellen und diese über Angehörige oder das Bestattungsinstitut zum Bestattungsort bringen lassen. Damit kann man ein Zeichen geben: Wir sind auch mit dabei!

24.    Für manche kommt auch eine kreative Gestaltung des leeren Sarges bzw. der leeren Urne in Frage. Menschen, die dies gut vorbereitet und begleitet getan haben, berichten von intensiven und positiven Erfahrungen.

25.    Eine andere Form der kreativen Beteiligung ist das Herstellen eines Gesteckes mit Blumen und Pflanzen aus dem eigenen Garten oder gesammelt aus dem Familien- oder Freundeskreis. Das fertige Gesteck kann man beim Bestattungsinstitut abgeben oder jemandem mitgeben, der an der Trauerfeier teilnimmt.

26.    Eine Variante, bei der viele im Nachhinein ein Zeichen der Verbundenheit erhalten: Man bestellt ein Gesteck – zum Beispiel mit Rosen –, das so gearbeitet ist, dass jeder, der an der Beisetzung teilnimmt, sich Blumen mitnehmen kann, die dann an nicht anwesende Menschen weitergegeben werden. Wenn man Rosen nimmt, kann man diese in getrocknetem Zustand lange als Erinnerung aufbewahren.


Alle Formen der Beteiligung, die passen und gut vorbereitet sind, bieten die Möglichkeit, einen intensiveren Anschluss an Stationen des Abschieds zu finden. Das kann für das Abschiednehmen und die spätere Trauer von besonderer Bedeutung sein, denn man kann dann sagen, dass man diese Momente nicht übergangen hat.

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