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Umgang mit Sterben, Tod und Trauer in Zeiten der Corona-Krise

Für die Zeit des Sterbens und nach Eintritt des Todes


Krankheit und Sterben

1.    Die Ambulanten Hospiz- und Palliativberatungszentren sind in diesen Krisenzeiten auch weiterhin für die Belange schwerstkranker und sterbender Menschen sowie ihrer An-gehörigen da und können angefragt werden. Lokale Ansprechpartner findet man über die folgenden Links: www.hospiz-saarland.de; www.hpv-rlp.de.

2.    Auch die Seelsorgerinnen und Seelsorger sind weiter ansprechbar. Sie stehen (in der Regel per Telefon) für Gespräche über die eigenen Gedanken und Gefühle sowie über die Formen der Begleitung zur Verfügung. Krankensalbung, Wegzehrung und Sterbesegen sind unter Beachtung der vorgeschriebenen Schutzmaßnahmen nach wie vor möglich.

3.    Einen Sterbesegen können auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einer Einrichtung, Pflegende und je nach Situation auch Angehörige selbst gestalten (siehe Vorlagen dazu, z.B. Kurzform des Trierer Sterbesegens). Dabei kann man in Gedanken, im Gebet und im Segen auch diejenigen mit einbeziehen, die nicht anwesend sind, und dadurch die Gemeinschaft über den Kreis der Anwesenden hinaus erweitern.

4.    Wenn es keine Möglichkeit für einen direkten Kontakt mehr gibt, kann man Segensworte, Gebete oder letzte Grüße auch über das Telefon oder über ein Tablet weitergeben, eventuell auch über ein altes Handy, auf das man Worte aufspricht, die am Krankenbett abgespielt werden können.

Abschiednehmen vom Verstorbenen am Totenbett

5.    Das Abschiednehmen vom Verstorbenen spielt für die Trauer oft eine große Rolle und kann nicht mehr „nachgeholt“ werden. Daher sollte man auf jeden Fall bedenken, welche Möglichkeiten es dazu gibt und wie man sie nutzen möchte. Die Bedürfnisse können unterschiedlich sein, gerade deshalb ist es gut, zu überlegen, was man möchte. Begleitende Personen wie Ärzte, Bestatter und Seelsorgerin oder Seelsorger können dabei unterstützen.

6.    Das Abschiednehmen von einem verstorbenen Corona-Patienten wird unterschiedlich gehandhabt. Das Robert-Koch-Institut hat entsprechende Hinweise erstellt: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Verstorbene.html.
Wenn ein direktes Abschiednehmen nicht möglich ist, kann ein Gebet oder Ritual zum Beispiel in der Krankenhauskapelle oder zuhause sehr hilfreich sein. Dafür kann man die Seelsorgerin oder den Seelsorger im Krankenhaus oder in der Pfarrgemeinde oder auch andere geeignete Personen ansprechen. In einer solchen Situation kann eine außenstehende Person Sicherheit geben und mit den Angehörigen die nächsten Schritte besprechen.
Manche Fachleute empfehlen, in jedem Fall ein Bild des Verstorbenen zu machen, damit es zur Verfügung steht, wenn sich jemand zu einem späteren Zeitpunkt ein Foto wünscht. Oft übernehmen dies auch Bestatter bzw. Bestatterinnen, nachdem sie den Verstorbenen im Sarg würdevoll aufgebahrt haben. Ein solches Foto zu haben, kann für Angehörige auch bei jeder anderen Todesursache hilfreich sein.

7.    In Einrichtungen kann das Abschiednehmen von einem Verstorbenen eventuell nur einzeln oder nacheinander stattfinden. Wo Personen im kleinen Kreis zusammen kommen, können diese sich auch als „Stellvertreter“ für eine Gruppe von Menschen verstehen, die nicht mit dabei sein können. Das kann man auch kommunizieren: „Ich habe für uns alle Abschied genommen und hatte euch in Gedanken mit dabei“, oder: „Ich habe eure Namen mit ausgesprochen …“, oder: „Ich habe für uns alle dieses Gedicht … vorgelesen.“ Menschen, die stellvertretend für andere zu einer Verabschiedung gehen, könnten auch zuvor telefonisch Dinge erfragen, die sie am Totenbett aussprechen sollen.

8.    Wie der Sterbesegen (siehe oben Nr. 3), so kann auch eine Segens- bzw. Verabschiedungsfeier am Totenbett durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einer Einrichtung, durch Pflegende, durch Seelsorgerinnen bzw. Seelsorger, Bestatterinnen oder Bestatter oder durch Angehörige selbst gestaltet werden (vgl. die Vorlage für eine solche Feier, sie situationsgemäß angepasst werden kann). Man kann auch mit wenigen Elementen wie einem gemeinsamen Vater unser und einem Gedenken in Stille einen Abschied würdig gestalten.

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