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Corona-Krise

Hinweise für Seelsorgerinnen und Seelsorger

In der gegenwärtigen Situation der Corona-Krise haben sich die Bedingungen, unter denen Menschen Sterben, Tod und Trauer erleben, stark verändert. Dadurch stellt sich die Frage, wie Betroffene diese einschneidenden Stationen des Lebens, des Abschieds und der Trauer so erfahren können, dass daraus bei allem Schmerz Trost erwächst. Dazu können eine gute Begleitung sowie die Beteiligung an den Formen und Ritualen im Abschiedsprozess viel beitragen. Die derzeitigen Schutzmaßnahmen und Auflagen führen diesbezüglich jedoch zu starken Einschränkungen.

Im Wissen um die Bedeutung von Abschiednehmen und Raum für die persönliche und gemeinschaftliche Trauer sind daher gute und hilfreiche Ideen und Anregungen gefragt.
Die Gedanken und Anregungen sind als ein „pool“ zu verstehen, aus dem man Geeignetes auswählen kann. So unterschiedlich wir Menschen sind, so verschieden wird auch das sein, was jeweils passt oder in Frage kommt. Die Sammlung möchte zu weiteren Möglichkeiten der Gestaltung anregen und auch dazu, Betroffene zur eigenen, kreativen Umsetzung zu ermutigen bzw. mit ihnen nach geeigneten Formen zu suchen.

Die Anregungen sind wie folgt gegliedert:

    Für die Zeit des Sterbens und nach Eintritt des Todes
    Für die Zeit zwischen Tod und Bestattung insgesamt
        Hinweise für das Gespräch mit den Trauernden
        Wie Trauernde im Vorfeld der Begräbnisfeier mitwirken und sich beteiligen können
        Wie Trauernde sich an die Begräbnisfeier anschließen können, ohne persönlich anwesend zu sein
        Hinweise für die Gestaltung der Begräbnisfeier im kleinen Kreis
    Für die Zeit der Trauer nach der Bestattung
    Für die Zeit nach der akuten Corona-Krise

Das Anliegen dieser breiten Sammlung ist es, im Wissen um die Bedeutung von Abschiednehmen, Trauer und gut gestalteten Ritualen all das anzusprechen, zu erfragen und mit zu entwickeln, was dazu beitragen kann, dass Menschen unter den Bedingungen der gegenwärtigen Einschränkungen innerlich und äußerlich Anschluss finden. Dadurch können Betroffene auch eine breitere Basis für ihren weiteren Lebensweg gewinnen.

Zusammengestellt unter Verwendung von Anregungen von Haupt- und Ehrenamtlichen, die Sterbende und Trauernde begleiten, sowie von Gedanken und Anregungen aus dem „AK Tod und Trauer im Bistum Trier“.

Wir bedanken uns bei Frau Dr. Ruthmarijke Smeding, die durch Ihre Überlegungen zum Umgang mit Tod und Trauer in Zeiten der Coronakrise den Anstoß zur Erstellung dieser Praxishilfen gab.

Trauernde erfahren in ihrer Trauer besonders das als tröstlich, woran sie selbst beteiligt sind und womit sie sich identifizieren können. Das gilt für den gesamten Trauerprozess sowie für alle Formen und Rituale des Abschiednehmens.
Was die Liturgiekonstitution des Zweiten Vaticanums für die Liturgie fordert, nämlich die tätige, innere und äußere Teilnahme der Gläubigen je nach deren Alter, Lage, Lebensart und dem Grad der der religiösen Kultur (vgl. SC 19), könnte man daher eigentlich als Grundsatz für die gesamte Trauerseelsorge formulieren.